Saba Rock

BVIs, 6.4.2017

Eigentlich könnten wir noch ewig da liegen, wo wir liegen. Es ist relativ ruhig, könnte aber überall sein. Und etwas weit weg von der einzigen Bäckerei quer über die Bucht. Ein Wabbelbrot: 6 Dollar 50. Entschuldigung? Ja, es wird hier gebacken, erklärt die freundliche Verkäuferin. Naja, aber grade dann müsste es ja billiger sein? Sie zuckt lächelnd die Achseln. Nix zu machen, essen müssen wir, und das Mehl, das wir zum Brotbacken an Bord haben, wird aufgehoben für die Atlantikrückreise.

Als ebenso ernüchternd hat sich eine Dinghifahrt zum Biras Creek Resort auf der Suche nach einem netten Cocktail zur Happy Hour* erwiesen.

Happy Hour? Der Barkeeper schaut mich an, als hätte ich was Unanständiges gefragt. Nein, so etwas haben sie nicht. Und…was kostet es denn dann ohne Happy Hour? Ein Bier 7 Dollar, ein Cocktail 9. Och, Danke, dann vielleicht ein andermal…

Naja, in der Bucht liegen vereinzelt ein paar deutsche, schwedische und holländische Yachten, die deutliche Mehrzahl aber sind Amerikaner. Reiche Amerikaner. Wir sind nicht reich, also nehmen wir unseren Sundowner auf dem Boot. So.

Saba Rock aber, unweit von Biras Creek , ist legendär. Der Treffpunkt für Yachties, als Sundowner berühmte „Painkiller“, was auch immer das ist.

Wir also legen unsere Hugin mal wieder um. Eine Meile weiter nördllich, ans Ende des Mooringsfeldes. Reicht grade noch so von der Tiefe, etwas ungeschützter ist es auch.

Aber so schön! Rechts von uns ein Naturschutzgebiet, Mangrovenwald, Ziegen, Pelikane, um uns herum Schildkröten. Vor uns der legendäre Saba Rock. Happy Hour ist von 4 bis 6, vorher gehen wir schnorcheln.

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