20.3.2017 Cocoa Bay, Barbuda
Heute wollen wir die Cocoa Bay verlassen und uns um die Ecke verlegen, um in Codrington auszuklarieren.
Aber das hat Zeit – wir sind nach langem Schlaf tiefenentspannt und gehen vor dem Frühstück erstmal eine Runde ums Boot schnorcheln. Da sind große Fische schon fleißig und knabbern unseren Belag ab, bravo, weiter so. Daher ihr Name: Putzerfische. Putzerfische? Ich schaue genauer hin und schwimme dann erstaunlich gelassen zur Badeleiter. Peter schrabbelt am Rumpf Bewuchs ab. Peter, sage ich sehr ruhig, ich glaube, da unten sind kleine Haie. Peter schaut mich ungläubig an und schüttelt den Kopf. Das sind Putzerfische. Ich glaube nicht…Peter schaut sie sich genauer an und kommt. Könnte sein – Haie!
Wir klettern wieder ins Boot. Die Unterwasserwelt Barbudas soll eine der intaktesten der Karibik sein – aber soo genau wollte das dann doch nicht wissen. Ums Boot herum schaukeln Schildkröten vor sich hin, mindestens fünf, auch die sehe ich lieber von oben, seitdem Ben uns erklärt hat, dass diese possierlichen, tolpatschig wirkenden Tierchen ganz schön schnell und bissig werden können. Aus sicherer Entfernung aber – zauberhaft.
Ben, Steffi, Javik und der kleine Junus im Schwimmring kommen rübergeschnorchelt, um uns zu verabschieden. Heul. Immer diese Abschiede! Wir hören voneinander, bleiben in Kontakt, besuchen uns! Versprechen wir uns. Wir sind gespannt, was aus ihnen wird, wo sie wohnen, wie ihr Leben aussieht, wenn sie nach Deutschland zurückkehren. Das ist eine der eindeutig unschönen Seiten des Umherzigeunerns – die Abschiede. Menschen nett zu finden, sich mit ihnen zu verstehen, zu lachen, Pläne zu schmieden – und dann gehen zu müssen. Bleibt die Hoffnung auf ein Wiedertreffen.
(Dieser Beitrag ist leider nicht ganz chronologisch richtig, aber das Foto wollte sich nicht laden lassen…zu lesen also vor den Zugvögeln…)

