1.1.2017
Clifton/ Union Islandà Saline Bay/Mayreau
Mit ein wenig schwerem Kopf wachen wir auf, Sebastian und Hans-Werner sind noch bis 2 Uhr unterwegs gewesen (was ja nichts ist für Silvester!). Und so schnell wollen wir uns noch nicht verabschieden, Clifton hat was. Einen Kitesurfspot, unter anderem. Da laufen wir noch hin und schauen den Kitesurfern zu, wie sie elegant und waghalsig ihre Linien über das Meer ziehen. Cool.
Dann müssen wir doch weiter, die Jungs fliegen am 12. von Martinique, das ist nicht weit, aber wir wollen doch noch einiges sehen auf dem Weg.
Die Salt Whistle Bay hatte ich vor x Jahren besucht und besonders schön gefunden, aber sie ist voll. Also weichen wir weiter südlich aus in die nicht ganz so romantische, aber doch schöne Saline Bay. Und suchen einen Bäcker. Wir finden Denis, der gerade am Backen ist und glücklich wäre, uns zwei Stunden später (halb 9 Uhr abends) seine Brote verkaufen zu können. (siehe Foto). Peter ist da ein glücklicher Abnehmer, der Käpt’n hat immer Angst, dass das Brot nicht reicht.
Wir laufen den Hügel hoch und sehen am Horizont: Die Tobago Cays, das Horseshoe Reef. Unser Ziel. Morgen, wenn der Wind abgenommen hat, wenn man wieder schnorcheln kann, ohne dass der Grund aufgewühlt wird. Morgen, hoffentlich!
Wir suchen ein Restaurant, keiner hat Lust, zu kochen. Wir landen im Island Paradise. Der Wirt hat Rastalocken und trägt ein Kreuz um den Hals, eine sonderbare Kombination, das Essen ist lecker und der Rumpunch herausragend. Wir sind die einzigen Gäste, mal wieder, und fragen uns, wie diese Menschen existieren können.
Auf dem Weg zurück sehen wir eine Kneipe, an der wir nicht vorbeigehen können. Ein Hobbitbau aus Holz, aus dem Reggaemusik schallt. „Snake“ nennt sich der Wirt, der offensichtlich ein Fan von MalcolmX, Martin Luther King und Barak Obama ist, dessen Konterfeis an der Wand hängen. Also doch noch Idole, die den Schwarzen Rechte und Respekt verschaffen wollten, selbstverständlich scheint das auch heute noch nicht zu sein.
Und er verehrt offensichtlich Bob Marley. Plakate, CDs überall. „Love is the answer“ auf alle Probleme, zitiert ihn Snake. Ach, schön wär’s.
Es beeindruckt uns die immer noch gelebte Rastafari-Kultur. Aber wir müssen/wollen ja weiter…
