28.8.2017
….reizt mich schon lange. Eigentlich, als wir noch nach Cartagena weitersegeln wollten, wollten wir dort ankern. Nun haben wir das Auto noch einen Tag und können die Gegend wenigstens auf dem Landweg erkunden.
Denn hier soll es wildromantisch sein, Piraten haben hier Zuflucht gesucht, ein Naturschutzgebiet verhindert Bausünden. Schnorcheln kann man da, habe ich gelesen, schwimmen in kleinen bezaubernden Buchten, wandern – ein kleines Paradies.
Wenn man nicht im Hochsommer und an einem Samstag kommt.
Zwar gibt es in der Tat keine Hochhäuser, aber die Piratenhöhlen sind von Bungalowkomplexen umbaut. Eine Straße des Hauptortes „San Jose“ ist nach Jimi Hendrix benannt worden, allein, die Hippies sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Sie sind sesshaft geworden, verkaufen Schmuck und leben wie jeder andere Tourist auch.
Wir finden kein Stückchen Strand, das uns zum Baden verlockt hätte.
Wenigstens eine Tapas-Bar! Eine cana, ein frisch gezapftes Bier, mit seinem leckeren Deckelchen, eben dem „Tapa“, als Entschädigung.
Nix. Von der Terrasse der ersten Kneipe – mit wenigstens Blick aufs Meer- werden wir regelrecht verjagt. Tapas gibt es nur bis 5 und danach richtige Portionen ab 8! Und in allen anderen Bars werden wir auch nicht fündig. Die Küche öffnet frühestens um halb 9.
Frust auf der ganzen Linie.
Was haben wir es gut in unserem Retorten-Almerimar! Tapas vom Feinsten ab 12 bis tief in die Nacht! Und dahin fahren wir nun schleunigst zurück…