40 Kilo Übergewicht – und ich löse mich auf

Um 3 werden wir von Andreas an den Flughafen nach Söllingen gebracht (Danke, Andreas). Das Auto meiner Schwiegermutter ist zu klein – wir haben 4 riesige Taschen, 2 kleine Rucksäcke, Laptoptasche, Fototasche, Handtasche – und uns. Hatte ich nicht mal getönt, bei einem Jahresurlaub brauche man auch nicht mehr als bei 6 Wochen?

Es müssen mit: CDs, Hörbücher, Bücher ( ebook hin oder her, und ich schwöre, nächstes Mal gibt es keine Paperbooks mehr!!!) Reiseführer, auch noch analog, Haribos gegen mögliches Heimweh, Kaffee, weil es in der Türkei keinen gescheiten gibt – obwohl wir von Sebastian eine Kaffeemühle geschenkt bekommen haben!! Und die auch mitnehmen. Stabmixer, Küchenwaage, Medikamente für alle möglichen Notfälle, muckelige Rollkragenpullover für die Kälte, die bestimmt kommt! Sommerkleider, ein paar…kann frau ein Jahr lang in den selben Klamotten rumlaufen? Eben! Peter schleppt Fugensilikon und Seekarten. Die sind nun wirklich schwer…

Am Counter staune ich – nur 26 Kilo Übergewicht! Ich hatte mit 30 gerechnet und bin stolz, wie gut wir noch umgepackt haben. Peter grinst. Er hatte die schwerste Tasche auf der Waage abgestützt – und damit ein paar Kilos gespart (ich hoffe, das liest keiner der Turkish Airlines).

Zufrieden sitzen wir in Söllingen im Wartesaal, da fällt mein Blick auf meine Wanderstiefel – oh mein Gott! Die Sohle des einen löst sich ganz offensichtlich vom Rest des Stiefels. Schlappend laufe ich zum Flieger. Peter greift beherzt zu und reißt die Sohle ganz weg. Nun humple ich – aber nicht mehr lange, denn die andere Sohle löst sich genauso. Von da an eiere ich auf weichen Sohlen…

Alles gut. Wir sitzen pünktlich im Flieger. Der orgelt und orgelt – und startet nicht.Großartig. Die Türen öffnen sich wieder, ein Bus kommt an, ein Mann steigt aus, und eine Stunde später orgelt es wieder, doch diesmal setzt sich die Maschine auch in Bewegung. Uff. Das wird knapp beim Umsteigen. Aber besser knapp als gar nicht ankommen…

Der lange Abschied…

seit Tagen kommen wir bei Freunden noch auf ein Glas hier, einen Kaffee da, vorbei,  – ihr erinnert euch – Reinhard Mey…??? So ist das. Traurig und schön. Euch allen, liebe Freundinnen und Freunde, Dank für die vielen guten Wünsche. Sie werden uns tragen, wenn das Wetter mal mies ist, die Laune tief hängt, wir Euch vermissen. Aber wir kommen ja wieder!!!!

Wir kriegen die Motten!

Es ist stressig. Nein, es ist megastressig. Wir haben unsere Wohnung für die Dauer des Drehs vermietet und sind darüber eigentlich sehr glücklich. Aber wir mussten eine Woche vor unserer Abreise schon ausziehen – ein ewiges Hin und Her, Klamotten aus dem letzten uns verbliebenen Zimmer holen, alles erstmal in der Garage stapeln…damit nicht genug, kam frühmorgens ein Anruf: wir haben die Motten! Haben wir bzw. hatten wir. Ich hatte geputzt, weggeworfen, geputzt und geglaubt, der Viecher Herr zu werden – keine Chance. Nun also Alarm – die Motten kommen. Ehrlich gesagt lösen Motten bei mir keine Hysterie aus,  aber die Menschen sind halt verschieden. Einen Vormittag also Mieter beruhigt und Lebensmittel en gros weggeworfen. Noch dazu hatte Peter damit gerechnet, eine Woche Urlaub zu nehmen, der wurde ihm aber gestrichen – warum auch immer. Drei Tage weniger Zeit fürs Ausräumen, Umräumen, Organisieren …es ist stressig, s.o. Aber irgendwann-wird alles gut…!

Nun also doch…

Mikesch
Mikesch

…ein bisschen Katzenjammer! 15 Monate weg von Freunden, Familie, Theater, Kino, Kater – hoffentlich sehen wir alle gesund wieder! Oder kommen wir vielleicht doch immer mal zwischendurch zurück…??? Auf ein Fest, ein Zwischendurchwiedersehen…??

 

Wie alles begann…

Es war an einem Novembertag, Peter und ich waren grade von einem wunderschönen Törn in Griechenland zurückgekommen. Draußen regnete es. Es war langweilig. Zeit zum Träumen. Ach, wie schön wäre es doch, jetzt zu segeln.
Wir lasen Törnberichte. Über den Atlantik. Um die Welt. Über den Pazifik. Ach…Aber dazu bräuchte man ein blauwassertaugliches Boot! Wir recherchierten. Mit einem Langkieler waren viele unterwegs. Stabil, gut zu segeln. Mittelcockpit! Sicher, bequem. Eine Amel! Sehr schön. Aber viel zu teuer. Dann entdeckten wir die Vindö. Und verliebten uns. In das Schiff…

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