{"id":771,"date":"2016-12-24T16:34:37","date_gmt":"2016-12-24T14:34:37","guid":{"rendered":"http:\/\/hugin31155.apps-1and1.net\/?p=771"},"modified":"2016-12-24T16:34:37","modified_gmt":"2016-12-24T14:34:37","slug":"grenada","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hugin3.de\/?p=771","title":{"rendered":"Grenada"},"content":{"rendered":"<p>20.\/21.12.16<\/p>\n<p>Der erste Morgen, der zweite Blick. Die Karibik \u2013 endlich! T\u00fcrkisblaues Wasser, einsame Buchten, Schnorcheln&#8230;<\/p>\n<p>Nicht wirklich.\u00a0Da kann die Prickly Bay leider nicht mithalten. Zwar ist das Wasser t\u00fcrkisblau, aber milchig, L\u00e4dt nicht Schwimmen, schon gar nicht zum Schnorcheln ein. Immerhin begr\u00fc\u00dft uns morgens eine Schildkr\u00f6te! Das hatten wir bis jetzt noch nicht.<\/p>\n<p>Wir fr\u00fchst\u00fccken und haben Kanal 68 auf dem Funkger\u00e4t an. Den haben uns die reundlichen Engl\u00e4nder gestern empfohlen \u2013 ein Funknetz der Segler. Hier kann man sich verabreden, Informationen austauschen, kurz, man erf\u00e4hrt, was abgeht.<\/p>\n<p>Da werden wir gerufen. Carpe Diem, Carpe Diem \u2013 Hugin3, Hugin 3. Huch? Nachbarn? Liegen wir \u00fcber einer Ankerkette? Wer um alles in der Welt kennt uns hier?<\/p>\n<p>Wir st\u00fcrzen ans Funkger\u00e4t. Es ist Edwin, der mit seinem Boot in der Nachbarbucht liegt. Der Schwager einer guten Bekannten von Peter, die ihn auf uns \u201eangesetzt\u201c hat. Wir sind vollkommen platt. Wie nett, so empfangen zu werden! Und wie beruhigend, bewegen wir uns doch noch im vollkommen Niemandsland, haben keine Ahnung von Buchten, Sehensw\u00fcrdigkeiten, allem&#8230;.Edwin gibt und schonmal einige Tipps, wir verabreden uns f\u00fcr den oder den n\u00e4chsten Abend. Schon f\u00fchlen wir uns viel besser.<\/p>\n<p>Der Tag geht wir immer rum mit Bootsreparaturen (die Lichtmaschine!), dann aberwagen wir einen Ausflug nach St George\u2019s, der Hauptstadt, eine knappe Stunde per Bus. Schon die Fahrt ist ein Abenteuer. Dichtgepackt in einem VW-Bus mit lauter Musik, zu der der halbe Bus mitgeht, in einem halsbrecherischen Tempo, werden wir zum Busbahnhof transportiert. Kontakt mit Einheimischen! Aber ja! Und Sightseeing in einem \u2013 f\u00fcr runde 1,50. Prima!<\/p>\n<p>Grenada ist schwarz. Was die Hautfarbe angeht. Und zwar anscheinend durch alle sozialen Schichten. Was wir oft beobachtet haben \u2013 dass die da oben\u201c wei\u00df sind und \u201edie da unten\u201c schwarz-, scheint hier zum Gl\u00fcck nicht (mehr?) zuzutreffen. Uns wird \u00fcberall weitergeholfen, wir werden angel\u00e4chelt und l\u00e4cheln zur\u00fcck. Und irgendwann einfach nur noch vor uns hin&#8230;<\/p>\n<p>Die Stadt \u2013 chaotisch f\u00fcr uns. Laut, undurchsichtig, unstrukturiert. Noch. Wir finden uns nicht gut zurecht, f\u00fchlen uns nach mehr als zwei Wochen Einsamkeit auf dem Meer total \u00fcberfordert. Zumal es schnell dunkel wird und wir uns auf den Strassen angesichts der Kamikazefahrer nicht wirklich sicher f\u00fchlen \u2013 B\u00fcrgersteige gibt es auch nicht. Wir sind froh, wieder einen Bus zu ergattern, der uns bis vor die Marina bringt. Aber \u2013 den ersten Schritt in die \u201erichtige\u201c Karibik haben wir getan!<\/p>\n<p>Zweiter Tag, neues Abenteuer. Wir wollen ins Landesinnere, den See Grand Etang erwandern. Ein \u201eMuss\u201c, wie jede Brosch\u00fcre nicht m\u00fcde wird zu erw\u00e4hnen. Edwin hat uns empfohlen, den Bus zu nehmen \u2013 dass das geht! Die halbe Insel mit \u00f6ffentlichem Nahverkehr zu durchqueren!<\/p>\n<p>Wir nehmen also die Nr. 1 nach St. George\u2019s (und f\u00fchlen uns schon viel sicherer), dann die Nr. 2 in die Berge. Das ist toll. Durch kleine D\u00f6rfer geht es, h\u00fcbsche H\u00e4uschen, eineatemberaubende Vegetation. Regenwald! Bl\u00fcten!! Ger\u00fcche!!! Grenada gilt als die Gew\u00fcrzinsel, wo Muskatnuss, Zimt, Vanille und vieles mehr w\u00e4chst. \u00dcberall kakao- und Kokospalmen, Bananen, \u00fcbermenschgro\u00dfe Farne, Bambus&#8230;.\u00fcberw\u00e4ltigend.<\/p>\n<p>Der See, ein S\u00fc\u00dfwassersee, im Vulkankrater entstanden, nun ja. F\u00fcr die Baden-Badener: Er hat etwa die Gr\u00f6\u00dfe vom Herrenwieser See, will hei\u00dfen: eine ziemlich kleine Pf\u00fctze. Baden gehen kann man auch nicht darin, und wir schaffen es auch nicht, ihn zu umwandern, denn es hat wie aus K\u00fcbeln gegossen (hier ist Regenzeit), und der Weg ist schlammig und rutschig. Schade. Eine freundliche Dame, die \u2013 vergeblich, es kommen keine K\u00e4ufer- an einem der Verkaufsst\u00e4nde f\u00fcr Souveniers ausharrt, , empfiehlt uns wenigstens einen Aussichtspunkt. Wir z\u00f6gern, wollen wir doch einen Bus zur\u00fcck erwischen, und es sind schon einige an uns vorbeigefahren, ohne zu halten \u2013 voll. Weihnachten. Einkaufstouren.<\/p>\n<p>Ach, meint die Dame, wenn ihr keinen Bus kriegt, trampt ihr halt, Euch nimmt bestimmt jemand mit. Es ist sicher. Die Menschen hier sind freundlich! So ist es.<\/p>\n<p>Also erklimmen wir den Aussichtspunkt und bereuen es nicht \u2013 die Aussicht ist sagenhaft, bis zur K\u00fcste. Und wir erreichen trotzdem einen Bus.<\/p>\n<p>Treiben uns in der Hauptstadt herum. Und beginnen, das kunterbunte Durcheinander zu genie\u00dfen.\u00a0Vor einer \u201eMall\u201c spielt ein Orchester Weihnachtslieder \u2013 jazzig, schmissig, ganz neu intoniert. Mitrei\u00dfend und gro\u00dfartig. Ansonsten erinnert wenig an Weihnachten \u2013 ein paar sehr vereinzelte Weihnachtsmannm\u00fctzen, hier und da ein paar Kugeln und Lametta, aber es h\u00e4lt sich sehr in Grenzen. Au\u00dferdem haben wir \u00fcber 30 Grad!<\/p>\n<p>Edwin fragt, ob wir in \u201eseine\u201c Bucht kommen wollen? Klar. Ein Abenteuer! Wir finden zwar den richtigen Bus, der uns in N\u00e4he einer Marina aussteigen l\u00e4sst. Aber es ist die falsche Seite der Bucht. Wir irren durch die Gegend mit beginnender Verzweiflung. Wie sollen wir hier je wieder weg kommen? Irgendwie telefonieren wir uns dann doch zusammen und Edwin holt uns mit dem Dinghi ab.<\/p>\n<p>Das ist nun etwas ganz anderes als die gesetzte Prickly Bay. Eine entz\u00fcckende Bucht, eine witzige Rumkneipe, eher Freaks und Aussteiger. Edwin ist supernett. Aber es wird schnell dunkel und wir stellen fest, dass es etwas kompliziert ist, zu unserem Boot zur\u00fcckzukommen. Also machen wir uns lieber auf den Heimweg.<\/p>\n<p>Der f\u00fchrt uns erstmal im Stockdunkeln fast eine halbe Stunde durchs Nirgendwo. Wieder keine B\u00fcrgersteige, aber rasende Autos, noch dazu beginnt es, zu regnen. Wir halten den Daumen raus. Und werden schnell mitgenommen. \u201eMaurice\u201c hat es eigentlich nicht weit, f\u00e4hrt uns aber bis zum Kreisel, an dem unser Bus f\u00e4hrt. Er h\u00e4tte uns bis zur Marina gebracht, wenn wir ihn nicht gestoppt h\u00e4tten&#8230;So nett!<\/p>\n<p>Wir kommen also \u00a0heile nach Haus. Und wieder ein Abenteuer bestanden&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20.\/21.12.16 Der erste Morgen, der zweite Blick. Die Karibik \u2013 endlich! T\u00fcrkisblaues Wasser, einsame Buchten, Schnorcheln&#8230; Nicht wirklich.\u00a0Da kann die Prickly Bay leider nicht mithalten. Zwar ist das Wasser t\u00fcrkisblau, aber milchig, L\u00e4dt nicht Schwimmen, schon gar nicht zum Schnorcheln ein. Immerhin begr\u00fc\u00dft uns morgens eine Schildkr\u00f6te! Das hatten wir bis jetzt noch nicht. Wir &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/hugin3.de\/?p=771\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eGrenada\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1951,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-771","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"geo":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/771","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=771"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/771\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1951"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=771"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=771"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hugin3.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=771"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}