{"id":592,"date":"2016-10-18T11:49:25","date_gmt":"2016-10-18T09:49:25","guid":{"rendered":"http:\/\/hugin31155.apps-1and1.net\/?p=592"},"modified":"2016-10-18T11:49:25","modified_gmt":"2016-10-18T09:49:25","slug":"adra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hugin3.de\/?p=592","title":{"rendered":"Adra"},"content":{"rendered":"<p>17.10. Morgens im Hellen aufzuwachen, wo wir in der D\u00e4mmerung gelandet sind, ist immer wieder spannend. Die Bucht verliert leider ihren Charme. Der Nebel hat sich gelichtet. Was wir eine Burg w\u00e4hnten, entpuppt sich Hotel. Das Meer allerdings ist so kristallklar, dass wir nicht anders k\u00f6nnen, als noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck schwimmen zu gehen. Selbst Peter, der normalerweise nicht mal den kleinen Zeh ins Wasser taucht, wenn es unter 25 Grad hat, findet es herrlich. Und hier hat es nur noch 21 Grad&#8230;<\/p>\n<p>Wir passieren die Bucht von Almeria. 22 Meilen lang&#8230;. Das Gesicht der K\u00fcste \u00e4ndert sich. Flacher wird es, und bebaut. Kilometerlang mit Gew\u00e4chsh\u00e4usern. Da also kommen Tomaten, Paprika aus Spanien her. So schmecken sie auch.<\/p>\n<p>Wir essen ja sowieso gern und gut. Noch wichtiger aber ist das Essen an Bord auf einem langen \u201eSchlag\u201c. Es unterteilt den Tag. Es verbraucht Zeit. Das Tischdecken, Zubereiten, Kochen, Abwaschen. Sich wieder freuen auf die n\u00e4chste Mahlzeit. Das ist wichtig.<\/p>\n<p>Seit wir in Spanien sind, sind wir nicht mehr so gl\u00fccklich mit den Zutaten. Wie frisch war alles in Italien, direkt von den Bauern! Mangos, die mich in der Markthalle von Cartagena anlachten, kamen aus Tirol&#8230; Obst, Gem\u00fcse, hier alles etwas lasch.<\/p>\n<p>Auch entt\u00e4uschend: die Kuchen. Nachmittags gibt es bei uns Tee und s\u00fc\u00dfe St\u00fcckchen dazu, was auch immer der B\u00e4cker hergibt. Auch darauf freuen wir uns jeden Tag. Gestern: die Kr\u00f6nung. Aus Versehen ist ein Bl\u00e4tterteigteil in unseren Einkaufskorb gewandert, das \u00fcberzuckert war mit Guss, bedeckt nochmal mit Puderzucker Und dick gef\u00fcllt war mit Nutella&#8230;Einen Bissen haben wir probiert, den Rest haben die Fische bekommen. Vielleicht haben die sich gefreut?<\/p>\n<p>Obstkuchen, kleine T\u00f6rtchen, wie sie die Franzosen zu fabrizieren verstehen, k\u00f6stliches Mandelgeb\u00e4ck wie aus Kalabrien, Sizilien \u2013 Fehlanzeige. Ans Brot- und Kuchenbacken wagen wir uns nicht, weil wir nicht mehr so viel Gas haben und die Frage, welche Gasflasche unterwegs wie wo gef\u00fcllt werden kann, noch nicht hinreichend gekl\u00e4rt ist. Mit Gas sind wir also etwas geizig&#8230;Der n\u00e4chste carrefour-Supermarkt hat Biskuitboden. Und Pfirsiche aus der Dose. Da schlagen wir zu!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die ganze K\u00fcste bleibt mit Gew\u00e4chsh\u00e4usern gepflastert. Viele Fischern sind in ihren kleinen Booten unterwegs, denen wir ausweichen m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen ganz sch\u00f6n aufpassen! Trotz Flaute den Autopiloten fahren lassen und unter deck verschwinden, geht nicht. Es ist aber sch\u00f6n. Gleichm\u00e4\u00dfige kleine Wellen, alles friedlich.<\/p>\n<p>Um 19:30 erreichen wir Adra, eine Stadt, die, so der Hafenf\u00fchrer, mal vom Bergbau lebte. Es kommt ein bisschen Wind auf&#8230;Sollen wir durchstarten? Aber es wird wieder so kalt! Wir bleiben. Suchen uns ein Eckchen vor der Hafenmauer und ankern. Kochen Spaghetti, mit Tomatenso\u00dfe (aus der Dose), trinken einen Wein \u2013 und sind zu m\u00fcde, um ins St\u00e4dtchen zu paddeln. Wie schade.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17.10. Morgens im Hellen aufzuwachen, wo wir in der D\u00e4mmerung gelandet sind, ist immer wieder spannend. Die Bucht verliert leider ihren Charme. Der Nebel hat sich gelichtet. Was wir eine Burg w\u00e4hnten, entpuppt sich Hotel. 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