{"id":534,"date":"2016-09-25T21:45:37","date_gmt":"2016-09-25T19:45:37","guid":{"rendered":"http:\/\/hugin31155.apps-1and1.net\/?p=534"},"modified":"2016-09-25T21:45:37","modified_gmt":"2016-09-25T19:45:37","slug":"spaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hugin3.de\/?p=534","title":{"rendered":"Sp\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>kommen wir von Sizilien los. Es wird schon dunkel, als wir die Insel hinter uns lassen.<\/p>\n<p>Der Wind ist schw\u00e4cher als angesagt. Wir motoren also. Aber: Keine hohen Wellen dagegen, sehr angenehm. Wir lehnen uns an die Fender, die wie Sitzkissen an der Reling aufgereiht sind, gucken in die Sterne und finden das Leben sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Und der Motor l\u00e4uft und l\u00e4uft und&#8230;Wir schauen ab und an nach entgegenkommenden Schiffen, Peter in den Motorraum&#8230;<\/p>\n<p>Houston, wir haben ein Problem!<\/p>\n<p>????<\/p>\n<p>Beim Installieren des neuen Dieselfilters (Ignazio, Trapani!) ist Luft in selbigen gekommen, wahrscheinlich durch die Schlauchverbindung. Luft in der Zuleitung zum Motor, das kann sozusagen zum Schlaganfall f\u00fchren. Und zum Absterben &#8211; des Motors.<\/p>\n<p>Was nicht fatal sein muss. Man kann den Motor wieder entl\u00fcften und zum Laufen bringen. Doch meistens passiert so etwas nicht bei Sonne und ruhigem Wetter. Sondern bei ruppigen Wellen, nachts, und kurz vor Klippen, auf die man dann gesp\u00fclt zu werden droht.<\/p>\n<p>Vorbei ist es bei mir mit der Entspannung. Ich vermute bei jedem neuen Ger\u00e4usch den Gau. Peter ist da zuversichtlicher. Zumal die Luftblase nicht gr\u00f6\u00dfer wird und erstmal bleibt, wo sie ist. Und so langsam gew\u00f6hne auch ich mich daran, dass der Motor l\u00e4uft. Ohne Probleme.<\/p>\n<p>Am folgenden Tag auch noch. Wir lesen, kochen, essen, lesen, essen, gucken L\u00f6cher in die Luft &#8230;.Wie sch\u00f6n. Und dann auch noch: Delphine! Endlich! Peter trommelt an die Bordwand, das gef\u00e4llt ihnen anscheinend, sie kommen immer wieder zur\u00fcck zu uns.<\/p>\n<p>Am Nachmittag dreht der Wind und kommt von hinten, etwas st\u00e4rker. Wir versuchen, den Parasailor zu setzen . Ein extra f\u00fcr von achterlich kommende leichte Winde geschnittenes Segel aus extra leichtem Material. Segeln! Der Parasailor steht etwa 15 Minuten, dann m\u00fcssen wir ihn ganz schnell wieder einholen. Am Horizont: Regen \u2013 und Gewitterwolken. Und was f\u00fcr welche&#8230;<\/p>\n<p>Wir besinnen uns auf den Radar. Der zeigt nicht nur andere Schiffe an, sondern auch Regenwolken. Und wir schaffen es, die Unwetter zu umfahren! Ha! Wir sind stolz.<\/p>\n<p>Bis zum Abend. Da blitzt es fast \u00fcberall um uns herum. Ohne Regen. Und diese Wolken erkennt der Radar leider nicht. Was f\u00fcr eine Stimmung! \u00dcber uns sternenklarer Himmel mit der Milchstrasse, vor uns Gewitternester, Schwefelblitze. Und Wolken in den d\u00fcstersten Formationen&#8230;<\/p>\n<p>Wer das Meer und den Himmel so erlebt, versteht, dass auf dem Meer die toten Seelen der Piraten, Geisterschiffe lauern! Glauben wir sofort. Die wei\u00dfe Wand, die uns entgegenwabert \u2013 Land kann es noch nicht sein. Nebel? Zu niedrig. Geister! Seeungeheuer..! Naja, heute mal nicht. Gl\u00fcck gehabt.<\/p>\n<p>Traumhaft, sch\u00f6n, schaurig, be\u00e4ngstigend\u2013 in der Nacht haben wir alles auf einmal. K\u00f6nnen und wollen nicht schlafen, weil es so aufregend ist. Und kommen zum Gl\u00fcck heile in den n\u00e4chsten Morgen und in Sardinien an&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>kommen wir von Sizilien los. Es wird schon dunkel, als wir die Insel hinter uns lassen. Der Wind ist schw\u00e4cher als angesagt. Wir motoren also. Aber: Keine hohen Wellen dagegen, sehr angenehm. 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