{"id":339,"date":"2016-08-11T11:08:31","date_gmt":"2016-08-11T09:08:31","guid":{"rendered":"http:\/\/hugin31155.apps-1and1.net\/?p=339"},"modified":"2016-08-11T11:08:31","modified_gmt":"2016-08-11T09:08:31","slug":"das-gute-im-schlechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hugin3.de\/?p=339","title":{"rendered":"Das Gute im Schlechten"},"content":{"rendered":"<p>\u201eVaffanculo\u201c wecken mich deutliche Worte von einem Boot drau\u00dfen, wir sind eindeutig in Italien: \u201eVerpi\u00df dich&#8230;\u201c! Ein Blick aus dem Fenster l\u00e4sst mich daran zweifeln: So habe ich mir Kalabrien nicht vorgestellt. Irgendwie&#8230;italienischer! Sieht eher aus wie in der Schweiz &#8211; im nicht so noblen Teil&#8230;.<\/p>\n<p>Peter versucht, den Motor zu entl\u00fcften und ihn damit wieder zum Leben zu erwecken. Wahrscheinlich war der eine Tank leer, obwohl die Tankuhr noch 20 Liter angezeigt hat. Damit hat er Luft gezogen, und damit haben wir den Salat. Auch 50 Startversuche bringen nichts, wir m\u00fcssen in der Marina Hilfe suchen und fahren mit dem Dinghi r\u00fcber.<\/p>\n<p>Da ist erstmal keiner. Es ist kurz vor 3 \u2013 Mittagspause! Orietta und Franco, Segler aus Genua, versuchen, uns weiterzuhelfen. Rufen hier an, rufen dort an&#8230;.Tomaso ist nicht da, aber Francesco! Francesco kommt in einer Viertelstunde \u2013 einer kalabrischen Viertelstunde, will hei\u00dfen, es kann eine halbe werden. Ob wir so lange einen Kaffee trinken wollen? Gute Idee. Im Marina-Ristorante bestellen wir Cappuccino, den ersten \u201eechten\u201c italienischen! Und wollen unser Helfer gern einladen, da haben sie schon bezahlt, f\u00fcr uns nat\u00fcrlich mit \u2013 kein Problem, also bitte!<\/p>\n<p>Das sind Situationen, die uns immer wieder mit Problemen vers\u00f6hnen \u2013 Menschen, die so selbstverst\u00e4ndlich hilfsbereit und gro\u00dfz\u00fcgig sind. Orietta erz\u00e4hlt \u2013 wir radebrechen italenglisch -, dass sie immer nach Kalabrien in den Urlaub fahren, weil die Menschen hier so entspannt, hilfsbereit sind&#8230;.Und Roccella sei so eine h\u00fcbsche Stadt (ach ja?), heute Abend gibt es ein Thunfischfest auf den Stra\u00dfen, man kann mit Fahrr\u00e4dern der Marina dahinfahren. Gute Idee!<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst aber trudelt dann doch Franceso, der Mechaniker, ein, der verspricht, sich an Bord bringen zu lassen, sobald sich das Wetter drau\u00dfen beruhigt hat.<\/p>\n<p>Wir fahren trotz Wind und Wellen mit dem Dinghi zur\u00fcck und werden nicht mal nass. Und warten. Und warten. Und rufen zwischendurch immer wieder die Marina an: Davide, der Francesco fahren soll, hat grad keine Zeit, leider, leider&#8230;Wir warten, warten, rufen an und schlagen vor, ihn selbst mit dem Dinghi zu holen. Da ist Francesco leider gerade an einem anderen Ort an einem anderen Projekt und nicht mehr da&#8230;Grrrrr.<\/p>\n<p>Und dann kommt er doch. Versucht alles, was Peter bereits versucht hat, und kommt zu dem Ergebnis: Die Einspritzpumpe ist verstopft. Da kann er an Bord nichts machen \u2013 morgen.<\/p>\n<p>Die Marina besorgt uns ein Fischerboot, das uns schleppt. 150 Euro will der Fischer daf\u00fcr \u2013 va bene, wir sind froh, an Land und in Sicherheit zu sein. Als er das Geld einsteckt, fragt er, wo wir getankt h\u00e4tten? Griechenland? Alles klar. Fast alle Boote, die aus Griechenland kommen, haben Probleme mit dem Tank. Die Griechen verkaufen dreckiges Petrol! Davor hatte uns Emre von der Yatmarina auch schon gewarnt&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eVaffanculo\u201c wecken mich deutliche Worte von einem Boot drau\u00dfen, wir sind eindeutig in Italien: \u201eVerpi\u00df dich&#8230;\u201c! Ein Blick aus dem Fenster l\u00e4sst mich daran zweifeln: So habe ich mir Kalabrien nicht vorgestellt. Irgendwie&#8230;italienischer! Sieht eher aus wie in der Schweiz &#8211; im nicht so noblen Teil&#8230;. 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