{"id":1090,"date":"2017-03-11T19:04:59","date_gmt":"2017-03-11T17:04:59","guid":{"rendered":"http:\/\/hugin31155.apps-1and1.net\/?p=1090"},"modified":"2017-03-11T19:04:59","modified_gmt":"2017-03-11T17:04:59","slug":"st-johns-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hugin3.de\/?p=1090","title":{"rendered":"St.John&#8217;s &#8211; 2 &#8211;"},"content":{"rendered":"<p>Von St. Johns haben uns viele Segler abgeraten, es sei schrecklich da. Uns gef\u00e4llt es. <\/p>\n<p>Peter hat das marode Kugellager der Pumpe mitgenommen, wir suchen Ersatz. Gleich neben dem Busbahnhof gibt es eine gro\u00dfe Halle, die in kleine Verschl\u00e4ge unterteilt ist. Darin arbeiten Schuster, Schneider, Schmuckhersteller nebeneinander, auch ein Handwerker, der N\u00e4hmaschinen repariert. Der k\u00f6nnte sich auskennen&#8230;Tut er. Sehr freundlich beschreibt er uns genau, wohin wir zu gehen haben.<\/p>\n<p>Eine Viertelstunde die Hauptstra\u00dfe entlang, vorbei an Sch\u00f6nheitssalons in bauwagengro\u00dfen Holzh\u00e4uschen \u2013 gro\u00dfartig. Vorbei an Friseuren mit einem einzigen Stuhl. An zahlreichen kleinen Restaurants in bunten Bretterbaracken, phantasievoll bemalt.<\/p>\n<p>Der Weg ist etwas beschwerlich, weil es so gut wie keinen B\u00fcrgersteig gibt, und Autos an uns (links) vorbeidonnern. Ich lerne mal wieder Deutschland zu sch\u00e4tzen: gro\u00dfe, heile Gehwege, Geschwindigkeitsbegrenzung, T\u00dcV&#8230;tolle Errungenschaften.<\/p>\n<p>Wir erreichen die Werkstatt wie beschrieben. Ein Wohnhaus, lang, zweist\u00f6ckig. Oben die Wohnung, unten die Werkstatt. Ein gro\u00dfes Plakat mit dem vor einem Jahr verstorbenen Firmengr\u00fcnder prangt an der T\u00fcr. Offensichtlich ein Familienbetrieb mit Angestellten, die ihrem ehemaligen Chef immer noch verbunden sind. <\/p>\n<p>Peter zieht das Kugellager. Ja, haben sie. Naja, doch nicht ganz, ein Millimeter fehlt. Irgendwie wird es dann doch passend gemacht. Die Dame an der Kasse l\u00e4chelt allerdings erst, als ich frage, ob ich ein Foto machen darf. <\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Zentrum liegen an den Docks zwei Kreuzfahrtschiffe. Zum Gl\u00fcck sind deren Passagiere schon \u00fcber die Insel gestr\u00f6mt oder essen, es ist relativ frei von grellen Amis und schnatternden Asiaten. Wie an allen Kreuzfahrtschiffspunkten gibt es auch hier duty free-L\u00e4den. Allerdings hier sehr h\u00fcbsch gemacht, nette kleine H\u00e4uschen statt gro\u00dfer Malls.. Ich erstehe eine Sonnenbrille, endlich wieder! Gegen Vorlage unserer Einklarierungspapiere ohne Zoll. Prima. <\/p>\n<p>Dann st\u00fcrzen wir uns in den Supermarkt, in der Hoffnung, mehr Auswahl g\u00fcnstiger zu bekommen als am Ankerplatz. Welch ein Irrtum! <\/p>\n<p>Obst und Gem\u00fcse sind lausig und teuer. Ein Apfel 70 cent&#8230;<\/p>\n<p>Es gibt fast nichts ohne k\u00fcnstliche Aromen.<\/p>\n<p>Butter \u2013 nur gesalzen. K\u00e4se, k\u00fcnstlich, oder mit dem Zusatz \u201eaus Milch gemacht\u201c. Und teuer. Aus Neuseeland importiert&#8230;<\/p>\n<p>S\u00e4fte sind fast ausschlie\u00dflich mit Zucker und Wasser &#8222;angereichert&#8220;, ebenfalls irre teuer, obwohl das Obst auf den Nachbarinseln w\u00e4chst. <\/p>\n<p>Ern\u00e4hrungsweisheiten wie weniger Kohlehydrat, weniger Zucker zu essen, sind hier noch nicht angekommen. Und das sieht man. Die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung ist fett. Nicht \u00fcbergewichtig, nicht dick, sondern richtig &#8211; fett.<\/p>\n<p>Wenigstens in der Markthalle gibt es Obst und Gem\u00fcse, das okay ist. Die Papaya zu 10 (!) Euro lasse ich allerdings da&#8230;<\/p>\n<p>So reicht es abends, als Babs und Paul zu uns kommen, wenigstens zu K\u00e4se (aus Milch gemacht!), Melone und Birnen. Und Chardonnay. Unserem letzten. Aus Spanien. Es wird Zeit, dass wir wieder auf eine franz\u00f6sische Insel kommen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von St. Johns haben uns viele Segler abgeraten, es sei schrecklich da. Uns gef\u00e4llt es. Peter hat das marode Kugellager der Pumpe mitgenommen, wir suchen Ersatz. Gleich neben dem Busbahnhof gibt es eine gro\u00dfe Halle, die in kleine Verschl\u00e4ge unterteilt ist. Darin arbeiten Schuster, Schneider, Schmuckhersteller nebeneinander, auch ein Handwerker, der N\u00e4hmaschinen repariert. 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