Sainte-Anne, 26.1.2017

Wieder so ein Tag, an dem ich nichts helfen kann. Dann fahre ich eben nach Sainte-Anne. Da waren wir schonmal mit dem Boot, allerdings nur eine Nacht, da soll es schön sein, dahin fahren auch Busse, wie ich gesehen habe. Ich frage mich durch, und siehe da, nach nur wenigen Minuten kann ich einsteigen.

Die Fahrerin ist eine junge Schwarze, die das Ungetüm – das ist kein Sammeltaxi, sondern ein ausgewachsener Bus -, umsichtig durch die engsten Gassen steuert. Aussteigt, um auch mal einen Spiegel eines zu eng an der Strasse parkenden Autos einzuklappen. Um dann souverän daran vorbei zu kommen – mit Millimeterarbeit!

Bis St.-Anne sind es nur 8 Kilometer, es wird eine äußerst angenehme Sightseeingtour.

Der Bus ist klimatisiert und wir fahren durch eine richtig schöne Landschaft. Entlang an Herrenhäusern aus Holz, die „Vom Winde verweht“ entsprungen sein könnten.

Aber auch die offensichtlich ärmeren Behausungen sind liebevoll mit Holzgalerien verziert, keine Betonbunker – endlich, auf der Fahrt durch die Zuckerrohrfelder, kommt Karibifeeling auf.

Die Fahrerin verabschiedet jeden sehr freundlich und wünscht ihm einen guten Tag.

Es ist eine meiner nettesten Busfahrten jemals.

Und St.-Anne? Na gut, ist touristisch, aber sehr hübsch, hat eine nette, entspannte Atmosphäre, es macht Spaß, durch die wenigen kleinen Straßen zu bummeln, ein Bier am Strand zu trinken, endlich wieder die Füße im Sand zu haben!, dem Leben zuzuschauen.

Zu Erinnerung und weil er natürlich gut als Schutz gegen die Sonne ist, kaufe ich mir einen Hut. Pink!

Ohne Peter ist es denn doch nur halb so schön, ich nehme bald den Bus zurück, mit einer Fahrerin, die nicht weniger freundlich ihre Vorgängerin ist.

Mein Mann hat unterdessen mal wieder Enormes geleistet, alle Kabel verlegt, einen Ventilator vom Motor eingebaut – und ich, Luxusweibchen? Habe den Tag unendlich genossen…!

 

 

 

 

 

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