29.19. Der dritte Tag…

…vergeht wie im Fluge. Nachschlafen, vorschlafen, putzen, polieren, reparieren – ohne Schräglage – weil unter Motor – , geht das alles.

Vögel kommen immer wieder und ruhen sich aus, Delphine begleiten uns.

Das Wasser – der gefürchtete Atlantik! -, sieht aus, als würde jemand immer wieder ein graublaues Samtband mit lockerer Hand auswerfen, auf dem wir dahingleiten. Die Sonne lässt sich sogar manchmal blicken. Von mir aus könnte es so bleiben. Peter schimpft mich eine Motorbootfahrerin.

Ein Highlight ist ein Ship-to-Ship-call von Sergio und Gemma, die mit ihrer „Zoe“ 13 Meilen hinter uns fahren. Sie rufen unsere MMSI (jaja, das haben wir alle mal bei der Prüfung gelernt, nun kommt es zum Einsatz!) an – und dann können wir auf „unserem“ Kanal 72 sprechen, als hätten wir Telefon! Sie überlegen angesichts der Wetterlage, in Marokko Halt zu machen und Diesel zu tanken. Keine schlechte Idee, und Marokko hatte uns ja sowieso gereizt – da die Flaute abwettern? Wir rechnen die Meilen zusammen – 32 sind wir von der Küste entfernt. Das kostet uns 6 Stunden hin und wieder zurück – viel Zeit. Das Wetter ändert sich auch erst in vier Tagen, und dann kippt es in die entgegengesetzte Richtung (wirklich 8 Windstärken), also dümpeln wir lieber jetzt. Aber dass wir über so viele Meilen sprechen können, ohne uns zu sehen! Sensationell. Sie kommen als erste in unser Funk-Telefonbuch.

Und schon ist der dritte Tag rum – und die Wachen beginnen…

 

 

 

 

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