Dass ein Boot so viel Arbeit macht…

Almerimar, 2017

…hätte ich mir nie träumen lassen.

Peter verfugt, dichtet unter sengender Sonne ab, streicht, schleift…es hört nicht auf.

Ich, nicht gerade mit handwerklichem Geschick gesegnet, catere wenigstens, mache den Schriftkram, spiele die Übersetzerin.

Ein neues, das heißt überhaupt ein Bimini wollen/brauchen wir. Bis jetzt haben wir uns mit einer von zwei miteinander verbundenen Besenstielen getragenen Plane beholfen, auf Dauer ist das keine Lösung. Aber ein Bimini, einen Sonnenschutz also, für’s Centercockpit? Stellt sich als schier unmöglich heraus. Entweder sind die Winschen zu nah oder der Baum oder die Wanten oder alles drei. Tagelang diskutieren wir mit Stuart, der die Inoxgestänge schweißt, und Colin, dem Segelmacher und Rigger. Haben nun hoffentlich endlich eine tragbare Lösung gefunden. Fertig wird es bis zu unserer Abreise, wie gehofft, leider nicht mehr…

Außerdem brauchen wir neu bezogene Polster. Unsere haben Löcher. Auch die Frage nach dem passenden Stoff beschäftigt uns stundenlang. Ich verliebe mich sofort in einen schimmernden, aquamarinfarbenen Stoff. Aber den für Bank und nochmal Bank und Cockpitsessel? Zu viel. Zu dunkel.

Hell also. Als wenn das so einfach wäre. Beigehell oder weißhell, eher bräunlich, strukturiert, schimmernd oder matt? Als ich schon aufgeben will, finden wir noch ein Muster. Beige, leicht cremefarbig. Das ist es! Uff.

Aber wir sind ja auch nicht im Urlaub. Sagt mein Mann. Wenigstens gehen wir abends noch an den Strand, schwimmen. Und manchmal in die Tapasbar. Um dann wieder zu putzen, auszuräumen, zu verfugen, abzudichtenzuverfugenauszukratzenabzukleben…Aber am Ende wird alles gut. Bestimmt…

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