Der Tag danach

Horta, 21.6.2017

Aua. Mein Kopf! Vielleicht war die Mischung aus Bier, Wein zu Peters leckerem Fisch, Schampus zum Feiern und einem Rum zum Abschluss doch ein bisschen zu viel. Wie spät ist es überhaupt? Halb eins! Mittags!Oh mein Gott. Neben mir schlummert noch der Käpt’n. Ihm scheint es nicht viel besser zu gehen.

Wir berappeln uns dann doch zum Frühstück. Ich meckere, dass der Kaffee nach Salz schmeckt? Peter glaubt seine Frau überspannt. Sinnestäuschungen? Geschmacksverirrungen? Die Hormone? Bis er mir zustimmen muss. Der Kaffee schmeckt nach Salz. Bäh.

Oh je. Hat der Wassermacher den Geist aufgegeben? Aber wir haben immer den „ersten Strahl“ probiert, bevor wir das angesaugte Wasser in den Tank haben fließen lassen. Der war prima. Schmeckte wie bestes Quellwasser. Peter kommt irgendwann darauf, dass wahrscheinlich über die Lüftung Meerwasser in den Tank geraten ist. Bei der Schräglage und den Brechern, die über Bord gegangen sind, hat die Lüftung keine Luft, sondern eben Meerwasser angesogen. Und nun ist der Tank verseucht….Kriegen wir, also Peter, hin. Peter baut die Lüftung um.

Nicht nur der Tank, das ganze Boot ist versalzen, vieles korrodiert. Wir machen uns ans große Saubermachen, Lüften, Trocknen, Reparieren…

Nehmen uns trotzdem Zeit für einen Stadtbummel (wir müssen auch zum Schiffsbehörladen, natürlich). Parks! Alleen! Was für schöne, blühende Bäume! Kopfsteinpflaster. Mosaike. Wunderschöne alte Häuser, nette Kneipen. Cafes. Ich stelle fest – man kann sich in mehrere Inseln verlieben…

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