Colombiere Bay, St. Barth

24.3.2017

Ein Tag Gustavia reicht uns. Wir verlegen unsere Hugin eine Bucht weiter, in die Colombiere. Da, hatte Sergio geschrieben, sei es phantastisch, schnorcheln mit Schildkröten und Haien.

Die Bucht ist hübsch. Ein Naturreservat. Wir trauen uns nicht an eine Boje – sie könnte ja kosten. Wir ankern. Neben uns taucht zur Begrüßung links eine Schildkröte auf, dann rechts die nächste, eine richtig große. Wie nett! Hier sind wir richtig.

Eine dicke amerikanische Motoryacht liegt hinter uns mit Bediensteten und allem pipapo. So pompös, dass es schon wieder interessant ist. Ansonsten ist es relativ leer. Doch das ändert sich schnell. Eine große Yacht nach der anderen läuft ein, waren es in Antigua die schönen Reichen und die ganz schön Reichen, sind es nun die riesig Reichen. Meistens all-american-Amerikaner, die wie der Zahnpastareklame entsprungen aussehen (liebe Ilse, ich hoffe, ich kränke Dich nicht – einen lieben Gruß in die Staaten!), nicht die liebenswerten Vagabunden, die wir bis jetzt kennengelernt haben. Was hier an Geld liegt, ist unglaublich und würde einer der anderen karibischen Inseln ganz sicher auf die Beine helfen. Und unsere kleine Hugin mittendrin…

Wie bizarr, diese Monsterboote inmitten einer wunderschönen Natur zu sehen. Das Wasser ist so klar, wie wir es noch nie hatten. Keine Häuser drumherum, nur Felsen, Riffs, Brandung. Es könnte sehr romantisch sein….Aber Paradiese sind nicht von Dauer.
Mindestens 70 Boote drängen sich auf den vielleicht 400mal 400 Metern Bucht…

Abends schmeißen die Riesen ihre Lichter an. Beleuchten Deck, Masten, Bäume, Wasser. Das wird die Schildkröten vermutlich wenig freuen. Aber es sieht ehrlich gesagt sehr, sehr schön aus. Dahinter in der Ferne die Lichter von St. Martin. Wir schaukeln leise, trinken Rum und genießen…

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